Saisonstart 2016: Das ändert sich in der Formel 1

Formel 1 2016Dieses Wochenende geht es endlich wieder los: Das Auftaktrennen der Formel 1 findet im australischen Melbourne statt. Wie bereits seit 20 Jahren wird der Große Preis von Australien auf dem Albert Park Circuit ausgetragen. Während die Rennstrecke des Eröffnungsrennens gleich geblieben ist, hat sich ansonsten aber so einiges an Änderungen in der Königsklasse des Motorsports ergeben. Hier ein kleiner Überblick:

Regularien
Bekanntlich versucht Bernie Ecclestone immer wieder, die Formel 1 spannender für das Publikum zu gestalten – erntet damit aber auch immer wieder harte Kritik.
Nach langem hin und her hat man sich nun auf einen K.O.-Modus beim Qualifying geeinigt: Im 90 Sekunden-Takt scheidet jeweils der langsamste Fahrer aus, bis die letzten zwei Piloten um die Pole-Position kämpfen.
Und auch in Sachen Reifen hat sich etwas geändert: Pirelli benennt für jeden Grand Prix nun 3 statt wie bisher 2 Reifenmischungen und stellt 13 Reifensätze pro Wochenende zur Verfügung. Außerdem gibt es nun einen lila-farbenen „Ultrasoft“-Reifen. Hierdurch sollen die Fahrer mehr Wahlfreiheit haben, stehen aber wohl nun eher vor der Qual der Wahl.
Außerdem gibt es wieder mehr Sound: Ein bis zwei zusätzliche Auspuffrohre dürfen nun Abgase freilassen, sodass der Motorenlärm erhöht wird. Auch wenn die Leistung der Antriebseinheiten hierdurch nicht erhöht wird, wird zumindest die Verbesserung der Motoren nicht weiter eingeschränkt. Und auch die Nutzung von Vorjahresmotoren ist nun wieder erlaubt.
Während es auf der Rennstrecke lauter wird, wird es im Kommandostand ziemlich leise: Der Funkverkehr ist auf rein sicherheitsrelevante Informationen eingeschränkt, ansonsten soll Funkstille herrschen.

Fahrer & Teams
Das Haas Racing Team steigt ganz neu in die Formel 1 ein, während mit Renault ein „alter, neuer“ ins Feld rollt: Das bisherige Lotus F1 Team, das auch schon mal Lotus Renault hieß, wurde nun komplett von Renault übernommen. Geändert hat sich bei letzteren auch die Belegung der Cockpits: Anstelle von Romain Grosjean (nun mit Esteban Gutierrez bei Haas) und Pastor Maldonado gehen Kevin Magnussen (zuvor McLaren Honda) und Jolyon Palmer für Renault an den Start.
Ebenfalls neu besetzt sind die Cockpits von Manor: DTM-Talent Pascal Wehrlein und Newcomer Rio Haryanto bilden hier das Fahrerduo.
Paul di Resta übernimmt das Testcockpit bei Williams von Adrian Sutil. Letzterer war zuvor für Sahara Force India gefahren, ist nun aber komplett aus dem Formel1-Karussel ausgestiegen.

Sponsoren
Aston Martin erscheint erstmals seit den 60er Jahren wieder in der Formel 1 – wenn auch nur als technischer Partner von Red Bull Racing. Das Logo des britischen Sportwagenherstellers wird künftig den Bullen-Boliden zieren.

Rennstrecken
Mit 21 Rennen ist der F1-Kalender 2016 prall gefüllt. Da hat auch der Deutschland Grand Prix auf dem Hockenheimring wieder Platz gefunden. Neu dabei ist außerdem Baku/ Aserbaidschan.